Kinder geboren, um glücklich zu sein.

Kinder sind geboren, um glücklich zu sein.

Kinder brauchen Disziplin und Grenzen.

Kinder wollen lernen, zu lieben. 

Kinder möchten zu Hause lernen.

Kinder möchten nicht allein sein.

Kinder brauchen Worte. 

Yordanka Jaschke.

Kinder an der Front. 

Adventszeit

- Opa, schön, dass Du kommst!
- Ja, natürlich! Und was gibt es alles heute bei Euch, am Adventsfenster?
- Marco und sein bester Freund hatten eine Idee … 24 Schüler sind zusammengekommen und wollten ein Adventsfenster machen, dazu etwas verkaufen und das Geld für arme Länder spenden. Heute ist Marco's Adventsfenster und Carlo hilft und natürlich macht die ganze Familie mit. Wir haben den ersten Tag bekommen, ich finde es super! Deswegen sind Marco und Carlo auf die Idee gekommen, ein “Anti- Stress Adventsfenster” zu machen.
- Und, wie geht es weiter?
- Oma, Mutter und Vater und die Familie von Carlo helfen mit. Wir haben Anti-Stress Suppe gekocht, Anti-Stress Kuchen gebacken, Anti-Stress Weihnachtsguetzli auch noch, Anti-Stress Tee und Anti-Stress Cocktail mit und ohne Alkohol. Der Schulleiter verkauft Anti-Stress Freundschaft Kalender, Anti-Stress Handy Abo, und Anti-Stress Projekte.Die Freundin von Carlos verkauft gestrickte Anti-Stress Wintersocken und Anti-Stress Unterwäsche, und seine Schwester verkauft selbstgemachtes Anti-Stress Salatdressing und aus Kuba haben wir Anti-Stress Lesebrille. Tante Maria verkauft Anti-Stress Duftkerzen und ich verkaufe “Gute Nacht Überraschungsgeschenke”. Was möchtest Du Opa? Was kann ich Dir bringen Opa?
- Im Moment nichts, danke.
- Aber alle essen und trinken, singen und machen Witze, sind zufrieden und glücklich, tanzen und lachen dazu!
- Ja, schön und gut, aber ich sollte Dir meinen Adventskalender geben, für Dich.
- Ich habe auch etwas für Dich Opa! Komm bitte zu mir ins Zimmer!
Im Zimmer:
- Für Dich Opa, bitte aufmachen!
- “24 Kuverts?"
- Ja, ich und Marco haben für jeden Tag einen Witz und ein Gebet geschrieben. Witze sind von Marco für Dich, damit Du immer weiter ohne Stress lachen kannst. Und die Gebete sind von mir für Dich, für unsere Freunde und die ganze Familie, 12 Kuverts von Marco, 12 von mir. Und jetzt mache ich Dein Adventskalender auf. - "24 Kerzen? Und ein Adventskalender Tagebuch - mit Karten und Kuverts?”
- Ja, wenn Du möchtest, kannst Du jeden Tag eine Kerze leuchten lassen, und dazu ein Gebet schreiben, und wenn Du möchtest, eine Karte basteln oder schreiben, und jemandem per Post schicken, oder an Weihnachten schenken.
- Danke Opa, es ist sehr schön! Ich habe Dich lieb Opa! Schön, dass es Dich gibt!
- Und jetzt gehen wir in den Garten und trinken mit allen eine heisse Tasse Kakao! Yordanka Jaschke

Cuentos que nacen del amor

- Opa, warum hast Du Weihnachten so gern? - fragt das Enkelkind.
- Ich habe gute Erinnerungen, meine Eltern mussten hart arbeiten, wir waren nicht sehr arm, aber arbeiten mussten wir,
und auch wenn wir gut verdient haben, alles konnten wir nicht kaufen. - antwortete der Opa.
- Mann muss nicht immer alles haben, sagt Papa immer wieder. - sagte Antonio.
- Stimmt, unsere Familie war an Weihnachten immer zusammen, die Nachbarn hatten Zeit zum zusammenkommen, alle waren fröhlich, besonders nett, zufrieden, dankbar, hilfsbereit. Schöne Gefühle spüren zu können ist etwas einzigartiges. Geschenke hatten wir wenig, aber etwas gab es immer, und was es auch immer war hat jeden überrascht und glücklich gemacht. Für alles, was wir an Weihnachten erlebten waren wir sehr dankbar. Und das alles kann man nicht kaufen. - erklärte der Opa.
- Opa, Du gehst jeden Samstag in der Adventszeit immer in die Stadt, bitte Opa, dieses Jahr möchte ich manchmal dabei sein, bitte Opa, darf ich auch ab und zu mitkommen?
- Ja, natürlich, am kommenden Samstag darfst Du mit mir kommen. Am Freitag kommst Du zu uns. Du kannst bei uns übernachten, da ich am Samstag sehr früh losfahre, und sobald Du müde bist, fahren wir zurück nach Hause.
- Danke Opa, ich habe Dich lieb.
Und nun so kam der Samstag. Ganz früh am Morgen sind sie in die Stadt gefahren. Am Abend war das Enkelkind erschöpft, aber er wollte unbedingt Oma erzählen, wie der Tag war. Er war ganz aufgeregt … Oma wusste, was Ihr Mann immer gerne tat, aber, es war das erste Mal für Antonio, deswegen hat Sie ganz gut allem, was er zu erzählen hatte, zugehört. Und vor Müdigkeit ist Antonio bei Oma eingeschlafen … Die vier Augen strahlten, Oma schaute ihren Mann an und Opa seine Frau, beide waren sehr verliebt … Oma wusste was Opa immer an den vier Samstagen in der Adventszeit machte. Er hatte eine grosse Leidenschaft, er war ein guter Schauspieler, er besuchte seit Jahren eine Theatergruppe und nahm Unterricht. Er hat sich seit langem am Samstag als Oma verkleidet, und so ging er immer in die Stadt, und so hat er den Leuten immerzu etwas vorgespielt, entweder machte er etwas vor, bei dem ihm die Leute helfen konnten oder er hat sich als eine kluge Oma verhalten und konnte den Menschen helfen. Immer waren die Menschen sehr glücklich überrascht. Die Gefühle, helfen zu können oder Hilfe zu bekommen, hat jedem gut getan. Opa hatte immer verschiedene Ideen um zu helfen, und um zum Helfen zu motivieren. Dazu hat er die Menschen zum Lachen gebracht, er wollte nur teilen, alles teilen was an Weihnachten kein Mensch kaufen kann, Freundschaft und Liebe.
Am morgen früh kam Alberto zu Opa:
- Opa, danke für alles gestern, es war sehr schön, jetzt verstehe ich Papa besser, wenn er sagt “alles kann man nicht kaufen, wir brauchen ja nicht alles” und auch Mama, wenn sie sagt “ Das grösste Wunder ist tief in jedem von uns versteckt, die Liebe, die Quelle der Liebe ist unerschöpflich, einpacken können wir sie nicht, aber an Weinachten ist sie immer dabei, unten dem Weihnachtsbaum oder so bei vielen Familien. Und es ist wunderbar mit Liebe feiern zu können” Opa, als Kind ist alles so wunderschön, als Erwachsene sollten wir uns nicht verwirren lasen. Opa, schön, dass es Dich gibt.

Yordanka Jaschke.


November ist für mich der Monat der Kerzen, des Nebels und Nachdenkens. Deshalb möchte ich mit Euch diese Geschichte teilen …

Es war einmal ein Enkelkind, das seinen Großvater fragte:
- Opa, warum sagen die Erwachsenen "Geld regiert die Welt"?
- Mein liebes Kind, so stimmt das nicht ganz.
- "Und warum nicht?" fragte das Kind.
- Morgen ist Freitag, nach der Schule treffen wir uns, wo wir uns immer treffen. Und am Samstag machen wir einen Tagesausflug in die Stadt.
- "Und dann?" fragte das Kind.
- Dann wirst Du die Antwort auf Deine Frage selber finden.
Am nächsten Tag trafen sich beide. Der Opa hatte etwas Geld dabei. Sie suchten nach einem schönen Platz. Danach nahm der Opa das Geld und liess alles auf den Steinen liegen. So verbrachten beide einen schönen Nachmittag zusammen. Opa erzählte Geschichten, während sie die Natur auch mit erlebten.
Am Abend auf dem Weg nach Hause haben beide wieder abgemacht.
- "Opa, wir sehen uns dann morgen wieder. Um 14 Uhr beim Bahnhof, und dann fahren wir in die Stadt. Aber, heute haben wir kein Geld gebraucht? Nimmst Du es morgen mit?"
- "Ja, natürlich, morgen werden wir es brauchen."
So verabschiedeten sich beiden.
Am nächsten Tag um 14 Uhr waren beide am Bahnhof. Um ein Viertel nach kam der Zug und beide fuhren Richtung Stadt.
Am Abend fuhren sie wieder zurück. Zu Hause sagte das Enkelkind:
- "Opa, ich glaube, ich habe eine Antwort gefunden."
- "Das freut mich sehr für Dich."
- "Geld regiert nicht die Welt, Menschen regieren die Welt, wir kaufen und kaufen und kaufen nochmals, wir möchten so viel haben, machen, besitzen können, produzieren, anbieten, dabei sein, nichts verpassen, Hobbys und immer mehr. Aber so ist es sehr schwierig zur Ruhe zu kommen, und für alles brauchen wir Geld. Am Freitag hat unser Geld nichts bewegt. Das Geld an sich ist eine Materie, die tot ist, die aber lebt in dem Moment wenn wir mit unseren Hände und Gefühlen damit etwas bewirken. Heute konnten wir viel erleben, weil wir Geld dabei hatten. Ich bin für alles sehr dankbar. Etwas habe ich gelernt: als Kind sind wir neugierig, als Erwachsene sind viele verwirrt. Danke Opa, schön, dass es dich gibt. Yordanka Jaschke.

PS: Das Leben ist keine Achterbahnfahrt voller Hindernisse und Herausforderungen, voller Schienen und mit mehreren Zielen am Horizont. Das Leben ist ein grosses Geschenk voller Liebe zum Geniessen und sich über seine Wunderbarkeit freuen. Perfektion erreichst Du, wenn Du Zeit, Berufung, Talent und die Gaben des Herzens hast. Yordi J. =)

Ein Gebet geht um die Welt:
Das Gelassenheitsgebet:
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Reinhold Niebuhr

Alles Liebe Yordi =)
Schön dass euch es gibt =)!

So wie ich halt bin habe ich mit der Zeit gelernt, dass obwohl wir nicht immer verstehen warum etwas so und nicht anders ist, das Leben trotz allem schön ist. Das Leben ist ein einzigartiges Geschenk.

Wenn ich jemanden kennenlerne mit einer wunderbaren Ausstrahlung und einem sympathischen Lachen, dann packt mein Herz diese Person ganz schnell für sich ein. Dann nimmt es das Lachen, die Stimme und die Ausstrahlung und macht wie eine Energiekugel daraus. Es malt ein Bild mit Erfahrungen und Gefühlen und lässt es nicht mehr aus seinem Gedächtnis weglaufen. Ein Lachen kann mich sehr schnell inspirieren, ein Lachen ist für mich ein wertvolles Geschenk, ein Lachen und ein Händedruck bedeutet mir viel, ein Lachen und eine Umarmung ist ein Geschenk fürs Leben.

Es gibt drei Dinge im Leben, die ich persönlich sehr schätze:
-Es ist schön jemanden zu kennen, der/die wenn du sie/ihn brauchst, immer für Dich da ist, auch wenn du die Person nicht oft triffst.
-Es ist gut, wenn die Person Dich Ernst nimmt.

-Es ist wunderbar, wenn Menschen, die Du nicht oft triffst, Dich auf eine Art und Weise segnen können. Yordi. J.

Im Esszimmer:

- Guten Appetit Antonio.
- Guten Appetit mitenand.
- Danke Antonio.
- So, und wie war es heute im Klassenrat? 
- Sehr gut Opa! Sehr gut! Wir haben etwas erreicht, wir werden etwas entwickeln!
- Und das wäre?
- Es ist so, für viele Lehrerinnen ist es eine grosse Herausforderung manchmal vorwärts zu kommen, in der Klasse, wenn wir etwas lernen müssen. 
Und diese Woche haben uns ein paar Praktikanten besucht, die eine Ausbildung als Lehrer machen. Und heute konnten die Praktikanten uns Fragen stellen. So kamen Fragen wie zum Beispiel: 
Wieso können wir nicht länger ruhig sitzen? Oder warum sind wir so nervös? Oder wozu träumen wir, wenn die Lehrerinnen etwas Wichtiges sagen? Und so weiter… 
- Wer hat was geantwortet?
- Ja, man hat verschiedene Antworten gehört. Zum Beispiel sagte Laura, sie gehe spät ins Bett, und am Morgen brauche sie viel Schokolade zum Frühstuck. Oft sage ihre grosse Schwester, dass das nicht gut sei, aber Laura antwortet, ohne Schokolade wäre ihre Laune sehr schlecht, Schokolade mache glücklich, und weil ihre Mutter nicht dagegen habe, wenn Laura glücklich ist, gäbe es immer Schokolade zum Frühstuck, und klar, dann habe sie viel Zucker und viel Energie. So wäre Laura auch immer in Bewegung.
- Laura war ehrlich.
- Ja, Lucas zum Beispiel sagte: "Am Morgen kann ich um 7.00 Uhr vor dem Fernseher frühstücken. Während ich frühstücke und fern schaue können meine Eltern alleine und in Ruhe Kaffee trinken." Seine Eltern sagen immer am Morgen: "Geh zum fernsehen, wir brauchen am Morgen unsere Ruhe zum Kaffee trinken." Natürlich träumt er dann den ganzen Morgen von dem, was er gesehen hat im Fernsehen. Obwohl die Eltern wissen, dass das nicht gut ist, ändern sie es aber auch nicht. Lucas sagt, manchmal würde er am liebsten mit seinen Eltern am Morgen am Tisch sitzen, aber, es kommt immer die gleiche Antwort: "wir brauchen unsere Ruhe am Morgen zum Kaffee trinken."
- Lucas ist auch ein Held.
- Und Bruno sagte, er müsse immer etwas früher von zu Hause zur Schule gehen. Er hätte es nicht gerne. Er frage die Mutter, warum. Die Mutter sage, am Morgen brauche sie Ihre Zeit zum E-Mail schreiben und Facebook aktualisieren, und so könne sie das in Ruhe und alleine machen. Bruno war traurig, el wolle nicht so früh zur Schule, denn er war etwas krank. Jetzt hat die Mutter für Bruno ein Handy gekauft, und er kann auch am Morgen am Tisch mit der Mutter am Telefon sitzen, er spielt einfach. Er muss nicht mehr so früh zur Schule und die Mutter hat ihre Ruhe. Und deswegen ist er manchmal nicht so konzentriert in der Klasse.
- Ehrliche Kinder. 
- Und so ging es weiter, bis wir auch Fragen stellen konnten.
- Hast Du etwas gefragt?
- Ja, ob sie, als sie zur Schule gingen, anders waren als wir jetzt?
- Und, was antworteten sie?
- Etwas anders, ein wenig anders. Aber, wenn in der Schule sich nicht etwas ändert, interessieren sich weniger Junge für die Lehrerausbildung. Vielen Jungen wird bewusst, wie unruhig heute die Schüler sind, und die Motivation geht zurück, 
es wird debattiert darüber, wie überfordert heute viele Lehrer sind, und wie schlecht heute Kinder von Eltern erzogen werden. Und wenn so weiter geht, wird niemand mehr gerne eine Lehrerausbildung machen. Und deswegen suchen sie jetzt neue Wege, neue Ideen, neue Inputs, um es besser zu machen. Damit Kinder nicht immer so unkonzentriert und so nervös in der Klasse sind. 
- Und was kam am Schluss?
- Wir machen ein Projektwoche! Und viele Junge, die sich für die Ausbildung als Lehrer sich interessieren, werden uns während dieser Woche unterstützen!
- Und wie?
- Das Thema für die Projektwoche ist “Die Kinder erziehen die Eltern” .
- Wie bitte?
- Ja, wir erziehen unsere Eltern!
- Wie soll das gehen?
- Es werden Kinder für Referate und Kinder für Sketchs gesucht und geteilt. Als Schüler können wir auf ein Papier schreiben oder zeichnen, Tipps oder Ideen für Referate oder Sketchs. Ohne Namen. Dann werden alle in einen grossen Karton gelegt. Und die Praktikanten werden entscheiden, was gut ist für einen Sketch oder für ein Kinderreferat. Kinder können sich bei der Lehrperson melden, was sie machen möchten, einen Sketch oder ein Referat. Danach während der Projektwoche werden wir den Eltern lustige aber wahre Geschichten in Sketchs und Kinderreferaten präsentieren. Kinder untersuchen die Themen, mit welchen Kinder zu Hause beschäftigt sind und sich Sorge machen.
- Warum sollen die Ideen und Tipps anonym sein?
- Es gibt Kinder, die Angst haben. Vor den Eltern oder dem Bruder, der Schwester, und so weiter. Es gibt Kinder, die geschlagen werden oder manipuliert sind in der Familie, und so weiter. Wenn zum Beispiel sie sagen, wie sie denken, oder wenn im Herz etwas nicht stimmt, weil sie vielleicht traurig oder wütend sind. Es gibt Eltern, die wenig Zeit und Geduld haben. Und aus Sicherheitsgründen darf jedes Kind anonym etwas empfehlen, schreiben oder zeichnen. Es ist ein Vertrauensweg. 
- Nicht schlecht. Interessant!
- Alle sind motiviert. Praktikanten, Schüler, Lehrer, Schulleiter, alle. Wir wollen alle zusammen stark werden, und zusammenarbeiten. Wenn Eltern uns nicht besser erziehen können, werden wir unseren Eltern zeigen, dass wir Liebe brauchen, Grenzen und starke Eltern. Nicht Eltern als Tyrannen und aggressiv, auch nicht zu lieb, sondern einfach Erziehungsbegleiter. Sonst werden immer weniger Junge sich für den Lehrerjob interessieren. Und die Gesellschaft geht nur kaputt. 
- Antonio, das ist eine grosser Schritt für Kinder, Praktikanten und die ganze Schule. Viele Eltern werden überrascht sein. Aus ganzem Herzen, viel Glück!
- Danke Opa. Danke.

In Opas Wohnzimmer:

- Schönen guten Morgen zusammen!
- Hoi Opa!
- Morgen!
- Ist mein Zimmer bereit?
- Ja, natürlich!
- Opa, danke, dass Antonio ein paar Tage bei Euch bleiben kann.
- Wir haben damit kein Problem. Ich hoffe nur, dass Du Antonio's Zimmer für Dein Projekt gut nutzen kannst.
- Ja. Zwei Schulkameraden werden mir mit allem helfen, und wenn wir am Abend zusammen arbeiten können, ohne denken zu müssen, dass jemand nach Hause fahren muss, ist das ziemlich wertvoll. So werden wir die Zeit besser nutzen können.
- Und welche Themen hast Du für Dein Schulabschlussreferat vorzubereiten?
- Ich habe eine Stunde Zeit und das Thema ist “Wenn wir das Gefühl haben nicht zu dieser Gesellschaft zu gehören”.
- Spricht Du von Deiner Mutter?
- Von unserer Familie.
- Welche Beispiele hast Du zum präsentieren?
- Ich habe 15 Minuten pro Thema und 15 Minuten zum schliessen. Die Themen sind: Individualismus: Es geht zum Beispiel darum, dass wenn wir Zug fahren und viele Menschen mehr als zwei Plätze im Zug blockieren, oder Menschen, die nicht gerne Zug fahren, wenn jemand daneben sitzt, und so weiter. Da machen wir einen Sketch, wie es ist, wenn die Menschen im Zug anstatt höflich und nett zu sein, als Individualisten reagieren.
- Gut, und weiter?
- Dann kommt das Thema Abfall. Es gibt noch einen Sketch, und es wird gespielt in die Richtung, dass wenn wir nicht lernen wollen, wir schlimmer sind als Faultiere. Da Faultiere keinen Abfall produzieren, wir aber schon. Und wir sind oft nicht genug intelligent damit umzugehen. Mütter und Väter, die Zigaretten auf dem Spielplatz zu Boden werfen zu, Beispiel. Oder Menschen, die im Kino, im Theater oder im Zug das Gefühl haben, sie könnten alles zu Boden werfen; und so weiter. Am Schluss kommt es so, dass das Faultier intelligenter ist als wir.
- Und Dein letztes Thema wäre?
- Blind von Stress. Unsere Gesellschaft kann nicht mehr richtig sehen oder denken. Da kommt der Chaos Sketch. Alles ist Chaos. Wir werden die aktuell Gesellschaft repräsentieren. Mütter, die mit dem Handy laufen und die Kinder auf sich allein aufpassen. Menschen, die nicht mehr zusammen sprechen weil das Handy das Kommunikationsgerät ist, und es wird nicht mehr unter vier Augen gesprochen. Fahrer, die während des Autofahrens am fotografieren sind und Facebook gleichzeitig aktualisieren. Fahrer, die während des Autofahrens WhatsApp lesen und gleichzeitig antworten. Es ist so, obwohl wir in Vielem so gut sind, die Menschen haben oft Stress, sind schnell in Panik, und haben Angst. Wir haben von allem so viel, und trotzdem sind viele so ängstlich, und haben das Gefühl, es wird nicht für alle genug geben. Menschen sind heute sehr ungeduldig. Wir haben hier so eine privilegierte Gesellschaft, und trotzdem haben wir so viel Stress, brauchen wir Drogen, Psychologen und wir wollen weiter Waffen produzieren, damit unser Arbeitsmarkt keine arbeitslosen Menschen hat. Es ist so dumm!
- Marco, immer mit der Ruhe.
- Dann kommt der Schluss. Ich muss das noch vorbereiten. Wie ich es mit Weisheit bringen kann. Damit alle etwas zum Nachdenken nach Hause mitnehmen. Es wird ziemlich schwierig sein, aber nicht unmöglich. Ich möchte so in die Richtung gehen wie: es geht nicht um Religion, Demokratie oder Geld. Es geht um Liebe und Intelligenz. Es geht um Bildung und Respekt. Wenn Menschen auf die Welt kommen, sollen sie geliebt werden. Eltern sollen Kinder Liebe geben. Die Familie soll stark sein. Politiker sollen Menschen die Möglichkeit geben, gratis zur Schule gehen. Steuergeld soll besser in Richtung Bildung benutzt werden. Alle Menschen sollen schreiben und lesen können, und Bildung bis am Schluss soll gratis sein. In allen Ländern der Welt. Bildung und Intelligenz bedeutet keine Drogen, keine Waffen, keine korrupten Politiker, bescheidene Menschen, alles aus Gold und Diamanten ist keine Zukunft für die Menschheit, es geht um Liebe, Bildung und Intelligenz. Religion und Respekt. Uns ist bis jetzt klar, es gibt nur einen Himmel, dann sollen wir alle hier zusammen leben können. Alle Religionen und Glauben sollen in Frieden auf der Erde zusammenleben können. Jeder Mensch hat Recht in Friede mit Liebe dieses Leben zu leben. Aber dazu gehört Humanismus, Solidarität und Liebe. Der Höhepunkt unserer Spezies wird kommen an dem Tag wo wir aufhören zu glauben, dass Waffen notwendig sind, um vor allem damit wir keine Arbeitslosigkeit zu verursachen.

Für Mütter und Vater, möchte ich es so mitteilen: es geht um Liebe, kein Wesen kommt auf die Welt mit einer Pistole in der Hand. Kein Wesen braucht Drogen um sich zu ernähren.

Politiker, korrupter und geisteskrank, denkt daran, Gold und Diamanten gehören nicht in dem Himmel.

Die Reichtümer des Himmels nehmen wir mit, wenn wir gehen, je nachdem was unser Herzen in sich trägt, nachdem was unsere Aktionen auf der Erde hinterlassen.

Unsere Gewissen sind unsere besten Schatten für die Reise in den Himmel. Die Hölle oder der Himmel für unsere Seelen und Geister, das hängt davon ab, was wir auf der Erde tun.

- Marco, ich wünsche Dir eine gute Note. Viel Erfolg und viel Glück mit allem was Du vor hast. Und nicht vergessen: “Wenn wir das Gefühl haben, nicht zu dieser Gesellschaft gehören” ist dein Thema - Schluss - Finale.
- Dank Eurer Erziehung und Liebe bin ich halt so, wie ich bin, und bin sehr dankbar dafür. Aber, viele meine Schulkameraden, und Kollegen, denken nicht so wie ich, deswegen habe ich oft das Gefühl, unsere Familie gehört nicht zu dieser Gesellschaft. Obwohl alles so einfach ist. Danke Opa, jetzt muss ich gehen. Ich muss Antonio's Zimmer vorbereiten. Antonio Dir auch, danke für Deine Hilfe, ich schätze sie sehr. Gruss an Oma.
- Wir sind stolz auf Dich Marco.

- Danke. Schön, dass es Euch gibt.

Yordanka Jaschke.

Wir sind alle Freunde

In Opa's Garten:
- Antonio, was ist mir Dir los? Warum siehst Du so nachdenklich aus?
- Opa, ich wollte mit Ernesto abmachen, und er sagte zu mir “ Heute kann ich nicht, ich habe schon mit Enrique abgemacht”
- Und, warum hast Du ein Problem damit?
- Wenn Alberto mit mir abmacht, und Enrique fragt um abzumachen, bin ich froh, wenn er auch dabei ist, und wenn Ernesto auch noch fragt, ist auch das für mich in Ordnung, wenn er auch mit uns spielen kann.
- Ja, manchmal seid Ihr bei Euch viel mehr als vier Kinder zusammen am Spielen, was sehr schön ist.
- Aber, warum gibt's Kinder, die nur mit einem Kind spielen können, und nicht mit drei und vier?
- Ich denke, oft sind die Eltern dafür verantwortlich.
- Eltern spielen nicht mit uns, Opa.
- Ich weiss. Ich denke mehr, für viele Eltern mehr als ein Kind zu Besuch zu haben, kann sehr laut sein.
- Aber für meine Eltern ist das nicht so.
- Es ist Charakter- und Kultursache. Es gibt Eltern, die Freude an Kindern haben, Spielkameraden, und so weiter, aber es gibt Eltern, die wenig Freude und Geduld haben, wenn am Mittwoch mehr als zwei Kinder in der Wohnung oder im Garten zusammen spielen.
- Warum denn?
- Es gibt viele Eltern, die viel arbeiten müssen, oder nicht sehr viel Kraft und Geduld haben, wenn zum Beispiel unter Kindern Konflikte entstehen. Dann lassen sie die Kinder allein lösen, aber, wenn Kinder wirklich alles allein machen könnten, dann würden wir als Erwachsene auch keinen Psychologen brauchen.
- Opa, ich bin froh, dass Mama und Papa für all meine Freunde so viel Kraft und Geduld haben.
- Antonio, Du sollst nicht so traurig sein. Jedes Kind darf abmachen mit wem es möchte. Und wir machen es so; wenn es für Dich in Ordnung ist, können wir ein Mal pro Monat, einen Kinder-Freunde-Spiel-und-Spass Nachmittag bei uns machen. Bei schönem Wetter spielen wir draussen und bei schlechtem Wetter können wir basteln und in meiner Werkstatt spielen.
- Ja Opa! Gute Idee!
- Wir können heute ein paar Einladungen vorbereiten.
- Ja, und fragen wir Oma, ob sie für uns dazu Kuchen backen kann.
- Natürlich. Früchte bei schönem Wetter und Kuchen beim schlechtem Wetter. Und entweder Wasser oder Tee. So wenig Zucker wie möglich.
- Schön und gut Opa! Komm schnell, schreiben wir die ersten Einladungen!
- Du strahlst wieder Antonio!

- Opa, ich habe Dich lieb! Es ist so schön, dass es dich gibt!

Yordanka Jaschke.

Männer brauchen Gelassenheit

- Hoi Opa!
- Guten Morgen Antonio! Ist heute alles klar?
- Ja, es geht so!
- Warum, was ist passiert?
- Na, Mama hat wieder mit anderen Müttern geschimpft.
- Was ist jetzt passiert?
- Du weisst, wir haben heute ein Kindertheater besucht, und in der Pause sind wir auf die Toilette gegangen, und dann, klar, wie immer, Mütter und Mädchen konnten nicht warten, und viele von ihnen gingen auf die Herrentoilette. Mama hat es nicht so also ob es selbstverständlich wäre, locker genommen. Mama hat mit den Müttern gesprochen, aber die Frauen wollten Mama nicht verstehen.
- Und warum nicht?
- Mama hat gesagt, Männer und Jungs brauchen ihre Ruhe, und Freiraum, Männersache und Frauensache. Aber die anderen Mütter haben es nicht so wie Mama es gesehen.
- Ich kann Deine Mutter sehr gut verstehen.
Danach war Mama sehr direkt und hat sich klar ausgedrückt. Sie sagte, Männer brauchen ihre Ruhe, und wir Frauen haben kein Recht diese Ruhe in Unruhe umzuwandeln. Einfach nur so, anstatt zu warten, treten wir einfach so in die Männertoilette. Wir Frauen können ab und zu frech und ungeduldig sein.
- Deine Mutter hat Mut.
- Ja, aber so macht meine Mutter keine Freundinnen.
- Deine Mutter hat so oder so keine Freundinnen. Ohne WhatsApp und ohne Facebook hat Deine Mutter sehr viel Zeit allein, oder für die Familie, was wir alle sehr schätzen, und oft ist Sie allein unterwegs ohne Freundin.
- Ja. Später hat Sie mir erklärt, wie sie denkt. Mama findet, Mädchen wollen oft kommandieren, und immer die Jungs kritisieren, weil Jungs so kindisch sind. So lassen die Mädchen die Jungs nicht in Ruhe kindisch sein. Und alles was die Jungs machen, wollen die Frauen danach auch machen. Und wenn Jungs in der Pubertät sind, sind Mädchen oft kompliziert. Später weil der Liebe Gott es so möchte, sollen wir warten bis Frau und Mann heiraten um glücklich zusammen zu sein, aber, wenn Männer vorher nicht gelernt haben, wie Frauen glücklich zu machen, sind Männer wieder schuldig. Und dazu kommt es oft vor, dass plötzlich die Männer auch die Familienfinanzminister sind.
- Deine Mutter sollte Männeranwältin sein.
- Opa, Mama sagt immer, was sie denkt.
- Ist richtig so. Keine Angst, nur Mut.
- Was soll ich machen?
- Deine Mutter hat klare Vorstellungen davon, was Eure Erziehungslinie ist. Sie sagt zu euch, Jungs und Männer dürfen Frauen respektieren, helfen, lieben. Jungs und Männer sollen Frauen nicht beleidigt, stören, schlagen, und so weiter. Egal wie Frauen sich benehmen, besser ist es, - wenn wir Frauen oder Mädchen nicht verstehen - entweder weit weg zu gehen, Distanz zu nehmen, Abstand vom Konflikt, oder mit viel Geduld versuchen ein gemeinsamen Weg zu finden, zusammen eine Lösung suchen.
- Ich verstehe.
- So Antonio wir machen etwas. Wir drucken Postkarten. Mit verschiedenen Sätzen, zum Beispiel: “Männer brauchen Frauen”, “Männer verstehen Frauen”, “Männer helfen Frauen” und wir schenken es den Männern.
- Und für Frauen?
- Für Frauen drucken wir: “Männer können kindisch bleiben”, “Männer dürfen spielen können”, “Männer brauchen Zeit”, “Männer wachsen nicht so schnell”.
- Und wo verschenken wir die Postkarten?
- Am Samstagabend in der Bibliothek gibt es eine interessante Lesung. Eine Autorin hat ein Buch geschrieben: “Warum Männer Tyrannen werden” Und es geht, darum, dass Mütter und Väter Kinder besser erziehen sollen.
- Opa, sollten Menschen, bevor Sie Eltern werden, eine Ausbildung machen?
- Meinst Du, weil viele nicht die nötige Bildung haben, können sie Kinder nicht erziehen?
- Ich weiss es nicht.
- Es geht vor allem um Liebe, Kraft, Intelligenz, Kommunikation, und Bewusstsein.
- Du sprichst wie Mama.
- Ja. Dann, gehen wir, und bereiten die Postkarten vor. Am Samstag verteilen wir sie gratis. Es passt zum Thema. Ich werde mich vorher informieren und fragen, ob wir das machen können. Frauen bekommen dazu eine Blume und Männer einen Kugelschreiber. Ich werde alles mit Deiner Hilfe organisieren. Bist du bereit?
- Natürlich! Mit Dir Opa ist es immer schön und lustig! Und ich kann immer etwas dazulernen! Danke Opa! Ich habe dich lieb! Es ist so schön, dass es dich gibt! Yordanka Jaschke.

Werden wir so weit gehen?

- Opa, es schmeckt so fein bei Euch!
- Ja, ist alles für Morgen. Und wie war es bei Marco?
- Verworren.
- Warum?
- Ich bin froh, dass ich heute bei der Hauptprobe dabei sein konnte. Und ich kann jetzt verstehen warum das Publikum mindestens zwölf Jahre alt sein muss. Wenn ich nicht der Bruder von Marco wäre, ich hätte die Hälfte nicht verstanden.
- Wie heisst es wieder, das Theaterstück?
- “Gott, vergib uns”
- Würdest Du mir bitte erzählen worum es ungefähr geht?
- Es passiert im Jahre 2096 und es geht darum, dass damals fast alle Kirchen am Sontag leer sind, kaum Menschen besuchen die Kirche am Sonntag. Dann kommt ein Pfarrer auf die Idee, dass wenn wir vielleicht Waffen im Kirchenkeller produzieren, oder lagern, sind wir als Kirche interessanter für die Menschen. Klar, in einer Demokratie kann die Mehrheit entscheiden, auch wenn die Mehrheit verwirrt sein kann, darfst Du entscheiden. Und so ist es passiert, die Kirche hat Waffen gelagert, und so kamen am Sonntag viele Menschen in die Kirche.
- Was für Ideen hat Marco!
- Aber es war nicht genug für den Pfarrer und er lancierte eine neue Idee: die Zehn Gebote neu schreiben. Zum Beispiel, wir sollten während aller sieben Tagen arbeiten, Menschen brauchen keine Ruhe, wir können arbeiten und nur arbeiten, und so in die Richtung. Vergebt Euren Eltern nicht, ehre Deine Eltern nicht, wenn Deine Eltern Dich tyrannisiert haben, wenn Deine Eltern Dich nicht richtig erzogen haben, wenn Deine Eltern Dich nicht geliebt haben, Eltern sind nicht genug gut um Kinder zu erziehen, und so etwas wie, wir sind alle Mörder, wir sind frei, Waffen für alle, macht was ihr möchtet, zerstört alles, Leben, Menschen, Ehen, einfach all das Gegenteil von jetzt, alles umgekehrt, verkehrt. Alles Wahnsinn, geistesgestört, verrückt!
- Und was passiert am Ende?
- Am Ende? Unsere Spezies zerstört alles, alles, alles. Am Schluss sagt jemand so etwas wie: Gott, lieber Gott, Du bist Liebe, vergib uns, so wie wir jetzt sind, haben wir den Himmel nicht verdient. Aber Deine Liebe ist so gross, ich bitte Dich Herr, vergib uns. Und so kommt das Ende.
- Was hat Marco motiviert, so etwas zu schreiben?
- Marco ist verwirrt. Er kann nicht verstehen warum in der Kirche niemand über Politik und Waffenindustrie sprechen möchte. Er kann nicht verstehen warum in der Kirche viele Menschen strahlen und lachen, nett und fröhlich sind, und die gleichen Menschen, wenn Du sie im Zug triffst, oder beim Einkaufen, oder im Treppenhaus, haben die meistens Stress, können nicht lachen, nicht begrüssen, nicht die Hand ausstrecken, sich nicht umarmen. Warum so viele Jugendliche keine Ahnung von Politik haben, aber immer laut sagen, wir brauchen Ausländer nicht, wenn viele selber Ausländer sind. Warum haben so viele Menschen Angst. Warum haben so viele Menschen keinen Mut. Warum können viele nicht zusammen sprechen. Egal wer ist, woher er kommt, was er glaubt, wir sollen alle etwas Richtung Fröhlichkeit und Bruderschaft machen. Marco würde sehr gerne verstehen warum Lehrer Kinder so früh in die Schule einreihen. Warum können wir alle nicht zusammen in Frieden leben? Warum müssen wir alles trennen, Länder, Hautfarbe, Glaube, und so weiter.
- Marco ist ein Rebell?
- Marco würde sehr gerne Menschen kennen, die an Jesus glauben und nichts mit Waffen zu tun haben wollen. Marco möchte Menschen kennen, die der Jugend helfen mehr über Politik zu lernen. Marco träumt von Menschen, die an Gott glauben, aber sich auch für Humanismus und Menschenwerte interessieren. Marco glaubt an Gottliebe und an unsere Spezies und die Evolution. Evolution soll für Marco mit Liebe zu tun haben, und wir sollen so früh wie möglich lernen, wie wir umgehen sollen mit allem, was unser Leben zerstört.
- Gut, ich freue mich auf Morgen. Und jetzt sollen wir weiter arbeiten. Helfen wir Deiner Oma weiter, wir sollen viele Friedenstauben für morgen basteln, und viele Güezli backen. Marco hat es verdient. Wir sollen Marco und alle, die ihm helfen, unterstützen. Kommt, weiter an die Arbeit!

- Gut Opa! So machen wir es! Schön, dass es dich gibt!

Yordanka Jascke

Ostern 2016 

- Hallo Opa, wie geht's Dir heute?
- Gut danke, und Dir Antonio?
- Ich habe eine Frage Opa. Warum, obwohl Ostern vor der Tür ist, zeigen sie im Fernsehen immer wieder so traurige Nachrichten?
- Es ist für viele Menschen im Moment nicht einfach. 
- Aber sind wir Menschen wirklich so böse?
- Nein, nicht immer, nicht überall, auch nicht alle Menschen sind böse.
- Und warum laufen im Moment in Europa so viele Menschen überall hin und her, und in verschiedene Richtungen? Werden sie auch Ostern feiern? Können sich diese Menschen auch für Ostern etwas leisten? Ostereier? Wir haben hier so viel Opa. 
- Es ist sehr kompliziert. 
- Warum haben wir immer so viel? Die Läden sind voller Ostereier, Osterangebote, Ostergeschenke, Osteraktionen… wir haben es hier gut. Aber, was passiert mit den Menschen, die es weniger gut haben? Mama bekommt Kopfschmerzen wenn alle Läden immer so übervoll sind. Mama denkt, wir übertreiben hier mit dem Angebot. Mama hat nur einen Osterhasen für mich gekauft. Ich wollte zwei oder drei. Aber nein, nur einen. Warum Opa? Warum kann Mama nicht mehr kaufen? Viel mehr, ein wenig von allem, alles ist so billig. Warum kaufen wir so wenig Opa, wenn ab und zu, alles so billig ist? 
- Warum kauft unsere Familie nicht immer alles? Gute Frage Antonio, gute Frage. Schau mal, und denk daran: einfach und schnell wird nicht gut sein, gut und einfach wird nicht schnell sein, schnell und gut wird nicht einfach sein. Wie Deine Mutter sagt, wenn du im Denner einkaufst, lachst Du bestenfalls, wenn man in der Migros einkauft, kauft man das Beste, wer im Coop einkauft, ist der Schnellste. Und wenn Du nirgends unnötige billige Dinge kaufst, dann bist Du unter den Besten.
- Und? Weiter! Was sollen wir machen?
- Wir sollen genug früh lernen,dass wir nicht alles brauchen, vor allem, nicht immer kaufen und kaufen, was billig ist, und immer so viel von allem. Alles kostet Strom, Öl, Menschen, die hart arbeiten, Transport, und danach landet oft alles sehr schnell im Abfall, und dann? Brauchen wir wirklich immer alles? Ohne zu überlegen, warum manchmal so vielen Sachen, so billig sind? Heute ist für viele Menschen wichtig: es ist sehr billig, aber, woher es kommt, wie es gemacht wurde, fragt sich niemand. Vielen sehen es nicht, weil sie nicht sehen können.
- Und jetzt? Weiter Opa! Was können wir ändern?
- Es soll ein neues Leben kommen, ein neues Denken, Fortentwicklung, Bewegung, Schwenkung, Aufmarsch, es ist alles dasselbe, eine Revolution der Liebe, Intellektuelle und Mutige, Wissenschaftler und Philosophen, Studenten und Arbeiter, alle zusammen, keine Klassenunterschiede und ohne Hautfarbe, mit Respekt und Solidarität, Humanismus und Kommunikation unter dem gleichen Himmel, und dem gleichen Interesse, liebe das Leben, das Leben lieben. Wir sind manchmal so intelligent, aber wir sind oft so ungeschickt, wir müssen mehr Bewusstsein, und lernen Liebe zu geben,und lernen, Liebe zu empfangen, Gott ist Liebe, das ist der Weg, der Weg der Liebe. Beten, Liebe und Vergeben. Und die Veränderung muss bei den kleinen Leuten anfangen. Das Alte muss sterben, damit das Neue entstehen kann.
- Opa, aber viele Menschen sind zu beschäftigt mit ihrem täglichen Kampf ums Überleben! - und, in welchen Köpfen sollen deinen Worten seine Wirkung tun?
- Bei den richtigen Menschen in den richtigen Köpfen. Viele Leuten möchten alles haben, andere möchten immer billig kaufen, billig fliegen, billig reisen, billig Ferien machen können, Autos, und wir haben nicht viel Öl, der Grundstoff ist nicht für alles genug, wir müssen lernen, global zu denken, solidarisch zu denken, menschlich, zusammenarbeiten, es soll allen gut gehen, und nicht nur den Menschen, die alles billig kaufen möchten. Alle Menschen sollen gut leben können, wir sollen lernen, bevor wir etwas kaufen, uns immer fragen, brauchen wir es? Warum ist es so billig? Wie wurde es produziert? Wer hat es produziert? Brauchen wir im Oktober Weihnachten? Und im Februar Ostern? Brauchen wir von allem so viel? Erdbeeren im Januar? Und Melone im Dezember? Und fünf Ostereier und fünf Osterhasen pro Kind an Ostern? Kannst Du nicht zufrieden sein mit einem Osterhasen? Du kannst lernen mit wenig zufrieden zu sein. 
- Und jetzt was sollen wir machen Opa? Wie kann es weiter gehen? Wie kann ich es lernen? Ist alles reine Männersache? Oder eine reine Frage der Intelligenz? 
- Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen. Wurdest du nicht von einer Frau geboren? Und ich? Vielleicht sollen Frauen Männer besser erziehen, neue Erziehungsphilosophie, eine neue Ära von Erziehungsmethoden. Wir sollen zusammenarbeiten. Gemeinsam geht es besser. Eltern, Politiker und Lehrer. Pfarrer und Wissenschaftler. Kinder, Frauen und Männer. Hand zu Hand. Wir brauchen Liebe und Mut. Weisheit und Ehrlichkeit. Vision und Kommunikation. Keine Angst, keine Wut, keinen Ärger... sonst Solidarität und Bruderschaft. Liebe ist ein Weg. Bewusstsein und Denken.
- Ostern ist ein guter Zeitpunkt zum lernen, und zu lieben. Komm Opa, Mama hat schön und bescheiden dekoriert, und ich habe etwas für Dich gebastelt. Möchtest du mir etwas vorlesen? 
- Natürlich lese ich Dir gerne etwas vor. Danach beten wir zusammen, für die Menschen die Liebe brauchen, Mut und keine Wut. Wut bringt selten guten Lösungen, Mut und Liebe lässt uns aktiv bleiben.

- So machen wir es. Ich liebe dich Opa. Schön, dass es Dich gibt.

Yordanka Jaschke.

Freundschaft

- Opa, ich habe all unseren Familienmitgliedern zu Weihnachten ein Freundschaftsheft geschenkt. Aber, das Freundschaftsheft von Mama liegt in der Küche und ist immer noch ganz leer. Das macht mich traurig, hat Mama keine Freunde?

- Doch hat sie, aber nicht viele.

- Und warum schreibt sie diese nicht rein?

- Ich habe eine Idee, wir laden alle morgen zum Essen ein, die ganze Familie, so wie an Weihnachten, und alle sollen das Freundschaftsheft mitnehmen, Du und ich, wir werden zusammen einkaufen gehen und zusammen kochen. Danach wirst Du Deine Antwort haben.

Das Enkelkind und der Opa haben alle eingeladen, alles eingekauft und gekocht. Es war sehr schön für alle. Nach dem Essen hat die Familie im Wald einen Spaziergang gemacht. Das Enkelkind und der Opa sind zu Hause geblieben. Beide waren etwas müde. In der Küche haben sie ganz gemütlich zusammen einen Tee getrunken...

- Opa, ich habe eine Antwort gefunden!

- Das freut mich sehr für Dich.

- Es war schön als Du uns alle fragtest “Was bedeutet uns Freundschaft?” und wir sollten unsere Freundschaftshefte präsentieren.
Onkel Martin sagte er liebe Katzen, und Lina, seine Katze, sei seine beste Freundin. Sie verbringen viel Zeit zusammen und können sehr gut zusammen spielen.
Tante Haida sagte sie liebe Hunde. Miro sein Hund ist sein bester Freund, sie verbringen viel Zeit zusammen und Miro ist sehr loyal.
Papa sagte er liebe Motorradfahren und Musik spielen. Motorradfahren und Musik machen sind seine Lieblingsbeschäftigungen, aber sein beste Freund ist Marco. Beide sehen sich nicht viel, Marco ist Koch und arbeitet viel. Aber obwohl beide wenig Zeit haben, wenn sie sich treffen haben sie es sehr lustig.
Oma sagte sie liebe die Natur. Wenn sie allein ist in die Natur, dann findet sie Ruhe, kann beten, denken, träumen, singen, basteln. Die Natur ist ihre beste Freundin. Mama hatte viele Freunde! Plötzlich war das Freundschaftsheft von Mama mit vielen Namen gefüllt! Als Mama sagte: "Ich liebe die Familie, Ihr alle seid meine Freunde. Freundschaft für mich ist, wenn man teilen kann, geben kann, wenn die Kommunikation stimmt, wenn man sich trifft, wenn man zusammen lachen, sprechen, träumen, reisen, und über viel sprechen kann." "Ich kann mit Euch über den Glauben sprechen und ihn teilen, über Politik diskutieren, über das Leben philosophieren, und wir können zusammen tanzen, basteln, singen, beten, springen, und vieles mehr. Ich liebe Euch, Ihr seid meine Freunde.” Alle unsere Namen hat sie aufgeschrieben! Aber… ausser der Familie ist da sonst niemand aufgeschrieben, obwohl Mama so viele Menschen kennt. Warum Opa? Warum hat Mama nur die Familie als Freunde?

- Es gibt ein neues Freundschaftsmodell in unserer Gesellschaft, und da ist Deine Mutter altmodisch. Deine Mutter hat kein Facebook, WhatsApp… und besucht keinen Verein, keine Frauentherapie, Freundesgruppen und so weiter…  Freunde, so wie sie sich Deine Mutter wünscht, gibt es heute sehr selten. Früher hat man sich getroffen, geholfen, hat man zusammen viel unternommen, konnte man viel diskutieren, sprechen, man hat sich zu Hause besucht, man hat zusammen Lösungen gesucht, einfach anders als heute. Ein Freundschaft braucht Zeit und Energie.

- Opa, als Kind hat man viele Spielkameraden und Freunde und viele Freundschaftshefte. Als Erwachsene braucht man kein Freundschaftsheft mehr. Die Erwachsenen haben so wenig gute und echte Freunde, man kann sich die Namen bei sich im Herzen merken. Und diese wenigen Freunde mit Liebe ganz fest halten, damit sie nie davon laufen… Opa, Du bist mein bester Freund. Schön, dass es Dich gibt. Yordanka Jaschke.

Und nun so…

Es war ein Mal ...
- Hoi Opa!
- Hoi Antonio, wie geht es Dir?
- Gut, danke … aber ich habe eine Frage ...
- Ja …
- Opa, als Du jung warst, hast Du viel Zeitung gelesen?
- Nein, ich habe damals viele verschiedene Zeitschriften und Bücher gelesen.
- Und warum sagen Mama und Papa zu Marco “Die Jugend liest heute zu wenig Zeitungen”? Hat Papa, als er jung war, viel Zeitung gelesen?
- Nein, hat er nicht …
- Werden Menschen besser sein, wenn Sie mehr Zeitung lesen würden? Wird es der Jugend besser gehen, wenn sie mehr Zeitung lesen würden? Warum meinen die Erwachsenen, die Jugend müsse mehr Zeitung lesen? Ich suche Antworten Opa ... kannst Du mir helfen ...?
- Du hast vielen Fragen mein Kind … viele Fragen ... So ... macht Dich bereit, wir gehen heute in die Stadt ...
Am Abend, bei Opa zu Hause ...
- Antonio, Du musst ins Bett … es ist sehr spät ...
- Ja Opa, und ich bin sehr müde, aber sehr glücklich… wo gehen wir morgen hin?
- Jetzt gehst Du schlafen, und morgen besuchen wir Onkel Mario… gute Nacht mein Kind…
- Gute Nacht Opa… danke, ich bin sehr glücklich ...
Am nächsten Tag haben beide Onkel Mario besucht ... am Abend bei Antonio zu Hause ...
- Opa, ich habe viele Antworten gefunden …
- Das freut mich sehr für Dich …
- Opa, als Kind sind wir glücklich und haben kleine Sorgen, wir lesen keine Zeitung, als Jugendliche bleibt man cool, die Jugend liest zu wenig Zeitungen und viele verschiedene Zeitschriften, und als Erwachsene, wenn man zu viel Zeitung liest, ist man traurig und verwirrt wie Onkel Mario. Lieber als Kind, Jugendlicher und Erwachsener, immer ein gutes Buch dabei haben, das uns glücklich macht, als zu viele Zeitungen und Nachrichten, die uns manchmal nur verwirren und traurig machen, und manchmal niemandem hilft, ein besserer Mensch zu sein.
- Morgen hast Du Schule, Du gehst jetzt schlafen, und ich fahre nach Hause…
- Danke Opa, gestern war ich sehr glücklich, wir haben so vielen verschiedenen Menschen geholfen, mit so vielen Menschen so viel geteilt, Du könntest so viele Sachen schenken, das Konzert war super, die Galerie mit den Kinderfiguren war sehr lustig, die Künstler bei Tante Maria waren so talentiert, alle diese Menschen haben so viele Fähigkeiten und sind so kreativ und lustig. Opa, danke, es war super, ich habe Dich gern Opa, gute Nacht, schön, dass es dich gibt. Und nächstes Mal nehmen wir Onkel Mario mit ... Yordanka Jaschke.